XML-Know How

HTML – die Hypertext Markup Language

In einer Anwendung fand SGML allerdings weite Verbreitung: In HTML, der »Hypertext Markup Language«, die heute weltweit als Seitenbeschreibungssprache für Internet-Dokumente verwendet wird. Sie wurde 1989 von Tim Berners-Lee am CERN als SGML-Anwendung entwickelt und wird seit 1994 vom World Wide Web Consortium (W3C), das von Berners-Lee zu diesem Zweck gegründet wurde, weiterentwickelt. Das HTML der ersten Generation war eine konkrete, sehr einfache Anwendung von SGML. Im Unterschied zu SGML handelte es sich dabei um eine konkrete Auszeichnungssprache, d. h. sie bestand aus einem festen, begrenzten Fundus an Auszeichnungsbefehlen. Die festgelegten Auszeichnungen dienten einzig dem Zweck, Text und Grafiken auf dem Browser-Bildschirm zu formatieren bzw. zu positionieren und Webseiten mit Links zu verbinden.

XHTML

Nachdem HTML eine unvergleichliche Karriere durchlaufen hatte und von zahlreichen kommerziellen Interessen codeseitig immer stärker aufgeweicht wurde, wurde im Januar 2000 ein XML-basierter, neuer HTML-Standard definiert und unter dem Begriff XHTML vom W3C veröffentlicht.

XHTML ist also die »XML-Version« von HTML. Die wichtigsten Unterschiede zum »alten« HTMLsind die verpflichtende Wohlgeformtheit und die Standardcodierung Unicode anstelle von ASCII. XHTML gibt es in zwei Ausprägungen: als »XHTML transitional« und »XHTML strict«, die sich hinsichtlich der Fehlertoleranz und auch hinsichtlich der Unterstützung von Barrierefreiheit (der Zugänglichkeit von Webseiten für Menschen mit Sehbehinderungen) unterscheiden. XHTMLstrict ist der »strengste« und somit »sicherste« Code, der derzeit im WWW möglich ist. Solange aus technischen Gründen nichts dagegen spricht, sollte ein Verlag versuchen, diesen strengen Standard, der von allen Browsern unterstützt wird, einzuhalten.

Für 2014 ist die offizielle Verabschiedung des neuen Standards HTML 5 geplant. HTML5 führt u. a. eine Reihe neuer Elemente ein, sowohl um den Seitenaufbau besser steuern zu können als auch für multimediale Elemente und vieles mehr.