XML-Know How

CSS – die wichtigste Formatierungssprache weltweit

Die Angaben zur Formatierung einer (X)HTML-Seite erfolgen ebenfalls in einer normierten Sprache, nämlich in CSS. CSS steht für »cascading stylesheets«, was zunächst verwirrend klingt, denn was hat ein Stylesheet (also eine Stilvorlage) mit einer Kaskade (also einem mehrstufigen Wasserfall) zu tun?

Bevor wir uns daher der Syntax von CSS und damit dem konkreten Gestalten von Webseiten, E-Books etc. zuwenden, wollen wir dem Prinzip einer »Formatierungssprache« auf den Grund gehen. Der Ausdruck »Sprache« besagt hierbei schon, dass es dabei um eine abstrakte Beschreibung von Formatierung, nicht um die Formatierung selbst geht.

Ziel ist also nicht, dem einzelnen Absatz in einem E-Book durch direktes Formatieren eine Gestaltung zu geben, sondern vielmehr, Regeln zu formulieren, wie dieser Absatz (und jeder andere, der denselben Kriterien genügt) formatiert werden soll.

Formatierung über Regeln

CSS ist also eine regelbasierte Sprache, die ähnlich dem Prinzip »Suche-Ersetze« (bzw. besser: »Suche – Formatiere«) funktioniert. Als Sprache, die speziell für die Formatierung getaggter Daten (also XML und HTML) entwickelt wurde, bezieht sich das »Suche« hierbei allerdings nicht auf Zeichenfolgen im Text (so wie man das von Word und anderen Textverarbeitungsprogrammen her kennt), sondern auf Elemente und deren Attribute.

Eine mögliche Formatierungsregel könnte somit lauten: »immer, wenn ein Absatz kommt, soll er wie folgt formatiert werden …«. Anders als beispielsweise die Formatvorlagen in Word wird eine solche Formatierungsregel in einer neutralen Syntax niedergeschrieben, so dass sie von jedem Browser gelesen, interpretiert und umgesetzt werden kann.

CSS level 1 wurde bereits 1996 vom W3C als »Recommendation« verabschiedet und 1999 überarbeitet. Mittlerweile ist CSS2.1 verabschiedet, die Verabschiedung von CSS3 ist in Vorbereitung.