XML-Know How

Immer Probleme mit den Sonderzeichen

Das erste Problem, das im Umgang mit digitalen Inhalten immer wieder auftaucht, betrifft die schiere Lesbarkeit der Daten. Jeder kennt wohl das Phänomen, dass bei einer gelieferten Datei (besonders häufig tritt dies bei E-Mails auf) einzelne Zeichen – vor allem Umlaute und sonstige »Sonderzeichen« – nicht korrekt dargestellt werden, wie das nachfolgende Beispiel einer E-Mail aus Amerika verdeutlichen soll:

Abb. 3 Mangelnde Abstimmung bei der Zeichencodierung zwischen Sender und Empfänger führen zu fehlerhafter Darstellung von »Sonderzeichen«

Es wäre auch für einen reinen Print-Workflow außerordentlich hilfreich, wenn dieses Phänomen behoben wäre. Bei elektronischen Produkten darf es hingegen auf gar keinen Fall auftreten: Anders als bei der Buchproduktion, wo aus einer auskorrigierten Druckvorlage beliebig viele identische Kopien angefertigt werden, ist diese Identität bei elektronischen Medien nicht gegeben. Die Darstellung der Inhalte auf dem Bildschirm ist jedes Mal ein »Neusatz«, der zur Laufzeit erstellt wird. Es kann also sein, dass ein Text auf drei Lesegeräten einwandfrei dargestellt wird, auf dem vierten jedoch zu Problemen führt.

Einheitliche Zeichencodierung

Bevor wir jedoch diesem Problem auf den Grund gehen (und es ein für alle mal lösen), wollen wir weitere Probleme im Datenhandling bei klassischer Verlagsarbeit identifizieren. Nur dann können wir bei der Einführung eines neuen Workflows dafür sorgen, dass möglichst alle bestehenden Schwächen dabei behoben werden.