XML-Know How

Der erste Schritt: Die XML-Grammatik

Unabhängig von der gewählten Vorgehensweise steht ein Arbeitsschritt stets am Anfang eines XML-Workflows, nämlich die Entscheidung für die gewünschte XML-Struktur und deren Abbildung in einer DTD oder einem XML Schema. Nur wenn Klarheit über die gewünschte Zielstruktur herrscht, kann entschieden werden, wie dieses Ziel erreicht wird – und wer alles in den Workflow eingebunden werden muss, um es zu erreichen.

Mittlerweile gibt es diverse XML-basierte Standards für die medienneutrale Kodierung von technischen Dokumentationen oder literarischen Texten (siehe Kap. 4.8.2). Dennoch entscheiden sich die meisten Verlage für eine eigene Grammatik, die neben den Strukturen der Werke selbst auch verlagsspezifische Angaben zu den Metadaten abbildet.

Es gilt also zuerst zu bestimmen, ob die Verlagsinhalte in einen vorhandenen XML-Struktur-Standard passen oder ob eine eigene Strukturdefinition für ein konkretes Projekt, eine Reihe oder den ganzen Verlag benötigt wird. Für diese Inhaltsanalyse und die Erstellung einer verlags- oder projekteigenen Strukturdefinition ist meist die Zusammenarbeit mit externen, spezialisierten Dienstleistern notwendig.