XML-Know How

Konvertierung der Manuskriptdaten nach XML

Allen XML-first-Workflows ist zunächst gemein, dass die Manuskript-Daten vor Beginn der Satzarbeiten nach XML umgewandelt werden. Dabei ist es zunächst unerheblich, in welchem Quelldatenformat die Manuskriptdaten vorliegen – es ist immer ein Konvertierungsschritt nach XML erforderlich, solange der Autor nicht direkt in XML geschrieben hat. Um auch den Konvertierungsschritt möglichst zu automatisieren, der ansonsten sehr aufwändig werden kann, wird ein Verlag jedoch stets um eine einheitliche Ausgangsdatenbasis bemüht sein.

Arbeit mit Dokumentvorlagen

Der meist beschrittene Weg ist dabei die Arbeit mit einer verbindlichen Dokumentvorlage in Word. Wird diese konsequent eingesetzt, so sind die Manuskriptdaten bereits mit ersten Strukturen angereichert, die sich automatisiert nach XML konvertieren lassen. Leider bieten Word und die anderen Textverarbeitungsprogramme nicht die Möglichkeit einer echten Strukturprüfung wie bei einer DTD, so dass eine »Fehlbedienung« der Dokumentvorlage nicht ausgeschlossen werden kann. Eine vollautomatische Konvertierung von Word-Daten nach XML ist daher in der Praxis erst nach einer Phase des internen Copy-Editings realistisch. Viele Verlage bleiben daher für die Lektorats-/Redaktionsphase noch im Word-Format (auch, um die Daten mit dem Autor problemlos austauschen zu können) und nutzen diesen Prozessschritt, um die Daten einer ersten strukturellen Konsolidierung zu unterziehen.