XML-Know How

Szenarien der Umstellung

Wir haben zu Beginn unseres Ausflugs in die Welt der strukturierten Daten drei sehr unterschiedliche Verlage kennengelernt, die aus den verschiedensten Motiven heraus ihre Workflows verändern, neue Produkte herstellen und Prozesse optimieren wollen. Und wir haben neben den technischen Grundlagen verschiedene Szenarien der Umstellung eines Verlages auf medienneutrale Daten erarbeitet. Diese wollen wir nachfolgend nochmals zusammenfassen:

Abb. 48 Die drei grundsätzlichen Workflow-Modelle für Verlage (ausgehend von der Verfügbarkeit von XML-Daten)

Freilich sind das nicht die einzigen möglichen Workflows – zwischen den hier aufgezeigten Basis-Systemen sind vielerlei Mischformen möglich. So wird sich ein Verlag z. B. häufig zu einer Mischform aus XML-first und XML-last-Produktion entscheiden – abhängig von den Anforderungen des einzelnen Titels, aber immer mit Blick auf eine einheitliche XML-Datenstruktur. Der jeweils beste Weg für den einzelnen Verlag muss immer individuell festgelegt werden.

Versuchen wir also, für jeden der drei Verlage den richtigen Workflow zu finden.

Abb. 49 Welche Empfehlung würden Sie für den jeweiligen Verlag aussprechen?

Die Entscheidung fällt hier relativ leicht. Gleichzeitig gibt es für jeden Verlag verschiedene Handlungsalternativen, die sich z.T. auch zu einem Gesamtworkflow ergänzen. Auch ein Verlag, der einen Großteil seiner Produktion als XML-first-Produktion plant, wird einzelne Titel haben, bei denen sich dieses Verfahren schlicht nicht lohnt. Hier sollte also immer ein »Fallback-Szenario« eingeplant werden, um sicherzustellen, dass die Produktion nicht nur unter Laborbedingungen funktioniert.

Abb. 50 Lösungsvorschlag für die drei Verlage