XML-Know How

Schriftendarstellung

Für die professionelle Darstellung von Text-Inhalten gehört neben ausgefeilten typographischen Regeln auch die Verwendung verschiedener Schriften. Bei diesem Thema lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Der in Deutschland kürzlich eingeführte Sony E-Book-Reader PSR-505 integriert serienmäßig lediglich zwei Fonts (eine Serifenschrift und eine serifenlose, die stark der Times und der Helvetica ähneln). Soll nun ein E-Book anstelle dieser etwas hausbackenen Schriften in der Hausschrift eines Verlages erscheinen, so muss die jeweilige Fontdatei (TrueType oder OpenType) in die EPUB-Verzeichnisstruktur eingebettet und über CSS darauf verwiesen werden.

Anders als beim PDF ist dies jedoch lizenzrechtlich bedenklich, da durch das Entpacken der ZIP-Datei jederzeit die gesamte Schrift aus dem EPub extrahiert werden könnte. Noch sind wenig verbindliche Aussagen von den Fontherstellern zu erhalten - häufig bleibt dann nur der Griff in die Kiste der lizenzfreien Fonts, deren Verbreitung unproblematisch ist. Eine weitere Stolperfalle ist die Verwendung von Unicode-codierten Sonderzeichen, was bei vielen Print-Workflows üblich ist. Leider decken die beim Sony-Reader integrierten Fonts nur einen kleinen Teil des Unicode-Standards ab, was dazu führen kann, dass z.B. Zeichen aus dem Griechischen oder Hebräischen sowie mathematische Sonderzeichen nur mit einer zusätzlichen Fontdatei korrekt angezeigt werden können.