XML-Know How

Unterschiedliche Endgeräte - flexibles Layout

Um die verschiedenen Endgeräte gleichermaßen gut zu unterstützen, bedarf es also eines Datenformats, dass die Darstellung der Inhalte dynamisch an die Displaygröße anpsssen kann – ähnlich wie ein Browser im Internet auch. Wir sprechen hier von „reflowable text“, also einem dynamischen, floatierenden Datenformat, das zwar die gleichen Inhalte wie die Printpublikation umfasst, bei dem die Formatierung jedoch erst auf dem Endgerät erfolgt (vergleiche: das PDF ist bereits das Ergebnis eines Formatierungsprozesses). Dies schließt auch explizit den Zeilen- und Seitenumbruch einer Publikation mit ein, der auf einem Endgerät mit kleiner Displaygröße selbstverständlich von dem der Printpublikation abweichen können sollte. Auch die Platzierung von Bildern oder Tabellen auf einer Seite muss dynamisch gehalten werden, so dass eine möglichst gute Navigierbarkeit zu diesen Objekten hin gewährleistet werden kann.

Das bekannteste floatierende Datenformat ist (X)HTML in Verbindung mit CSS[2] als Formatierungssprache. Die gesamte Darstellung von Inhalten im WWW basiert auf ebendiesem Grundgedanken, dass Inhalte erst auf dem Endgerät (nämlich im Browser) umbrochen werden[3]


     

  • [2]    CSS=Cascading Style Sheet ist eine deklarative Stylesheet-Sprache für HTML und XML und gilt heute als die Standard-Fomatierungssprache im WWW.
  • [3]    Man spricht hier allerdings nicht von „Umbruch“, sondern vom „Rendern“ einer Seite. Ein Webbrowser ist also genaugenommen eine „render engine“ – ebenso wie ein EBook-Lesegerät auch.
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