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Ohne sie geht nichts: Medienneutrale Daten

Die Mehrfachverwertung von Daten, insbesondere ihr Einsatz in verschiedenen Medien (Cross Media Publishing, Multi Channel Publishing) setzt voraus, dass die Inhalte in einer Form vorliegen, die von verschiedenster Software gleich gut verarbeitet werden kann. Die wichtigsten Schlagworte hierbei sind »medienneutrale Daten« bzw. Single Source Publishing.
Im folgenden Artikel wollen wir diese Begriffe näher erklären und erläutern, wie Sie zu medienneutralen Daten kommen. Wir werden außerdem aufzeigen, dass ­medienneutrale Daten auch dann überaus nützlich sind, wenn Sie nur Printprodukte herausbringen.

Die Mehrfachverwendung von Daten ist für den Verlag von größtem Interesse: Hat er einmal die Mittel investiert, um seine Inhalte in einen fehlerfreien, strukturierten Datenbestand zu überführen, so ist jede Aktualisierung und jede Folgepublikation, die aus diesem Datenbestand automatisiert erzeugt werden kann, nur noch mit einem Bruchteil der Kosten verbunden. Kann dieser Datenbestand nun nicht nur für Print-, sondern auch für Nonprint-­Publikationen als Quelle dienen, so hat der Verlag die Voraussetzungen für das Cross Media Publishing erfüllt. Er kann seine Inhalte in den verschiedensten Medien zielgruppengerecht, schnell und kostengünstig publizieren.

Das Ziel bei der Verwendung medienneutraler Daten lautet: Mit möglichst geringem Aufwand in einer einzigen Quelle vorliegende Inhalte mehrfach zu nutzen und in unterschiedlicher Zusammenstellung über verschiedenste Kanäle zum Kunden zu bringen.

Dies bezieht sich auf die Zweitverwertung im Print (Hardcover und Taschenbuch aus demselben Datenbestand, Sammelbände, Studienausgaben etc.) ebenso wie auf CD-ROM- oder DVD-Produktion, Internetpräsenz oder andere elektronische Medien wie eBooks. Bei einer Verwertung in elektronischen Medien sollen dabei in der Regel die Inhalte nicht in der gleichen Weise wie im Print wiedergegeben werden, sondern auch elektronisch durchsuchbar sein. Verweise sollen als Hyperlinks funktionieren, Grafiken evtl. in Klein- und Großversion verfügbar sein, eventuell auch Anmerkungen in Form von Popups dargestellt werden.

Theorie des »Cross Media Publishing«. Aus einem medienneutral strukturierten Datenbestand können die unterschiedlichsten Publikationen erstellt werden. Es findet somit keine mehrfache Datenhaltung und -pflege mehr statt. Die Korrekturen finden nicht mehr medienbezogen statt, sondern werden im medienneutralen Datenbestand ausgeführt und stehen damit sofort allen Ausgabeformen zur Verfügung.