XML-Know How

Attribute für Nicht-XML-Daten

Weiter oben hatten wir bereits leere Elemente kennengelernt. Diese Elemente werden oft als Platzhalter für Nichttext-Inhalte wie Grafiken verwendet. Ein leeres Element <grafik/> ohne weitere Differenzierung durch Attribute ist aber nur solange ausreichend, wie es nur eine einzige Grafik im Dokument gibt. Im Normalfall wird ein Dokument mehrere Grafiken enthalten, so dass eine Unterscheidung der Grafiken durch ein Attribut mit unterschiedlichem Wert für jede Grafik erfolgen muss.

Auch wenn Sie bei der konkreten Anwendung eines solchen »Unterscheidungsattributes« prinzipiell beliebige individuelle Lösungen festlegen können (z. B. Durchnummerieren der Grafiken oder Angabe eines frei formulierten Namens), findet sich in der Praxis meist die Angabe des Dateinamens.

Dieses Verfahren wird in HTML verwendet, wobei das Element dort immer <IMG/>. (für image) heißen muss und das Attribut scr (für source). So kann man nämlich der Verarbeitungssoftware mitteilen, welche Datei anstelle des Grafik-Elementes eingebunden werden soll. Dieses Verfahren ist so einfach und praktisch, dass es auch in XML-basierten Anwendungen häufig verwendet wird. In unserem Beispiel könnte das Grafik-Element samt Datei-Attribut dann so aussehen:

<grafik datei="bild1"/>

Da bei Print- und elektronischen Publikationen jeweils unterschiedliche Grafikformate verwendet werden, sollte man auf die Angabe des Dateiformates als Dateinamens-Endung (z. B. ».gif« ,».bmp« oder ».eps«) verzichten. Die Ergänzung der richtigen Endung wird erst durch die Ausgabesoftware dem Ausgabemedium entsprechend vorgenommen.