XML-Know How

Meta-Daten als Verwaltungsinformationen in XML

Auch Verwaltungsinformationen können in XML-Elementen abgelegt werden, ohne dass sie überhaupt je in einer publizierten Fassung dem Leser sichtbar gemacht werden. Verwaltungsinformationen über ein Dokument, die nicht selbst Teil des eigentlichen Inhalts, also der »geistigen Substanz« des Dokuments sind, nennt man auch Meta-Daten. Ihr Einsatz und ihre Pflege können viele Arbeitsabläufe in Redaktion und Herstellung deutlich effizienter gestalten:

<artikel>
    <meta>
       <autor>
           <vorname>
Julius</vorname>
          <nachname>Flaschner</nachname>
       </autor>
       <fachgebiet>Orthopädie</fachgebiet>
       <redakteur>
Biesinger</redakteur>
       <status>
5</status>
       <schlagworte>OperationstechnikBeinbruch Humerusfraktur
       </schlagworte>
       <kategorie>
3</kategorie>
       <rechte>Verlag</rechte>
   </meta>

   <eintrag>
       <stichwort>Oberschenkelfraktur</stichwort>
       <engl>fractureof the humerus</engl>
       <text>(…) </text>
       <literatur>(…) </literatur>
    </eintrag>
</artikel>

Die Daten aus diesem Beispiel lassen sich neben der eigentlichen Satzausgabe in vielfältiger Weise nutzen: Für die Druckausgabe müssen etwa nur die Tags <eintrag>, <stichwort>, <engl>, <text> und <literatur> ausgewertet und typographisch umgesetzt werden. Gleichzeitig kann derselbe Text als Datenbank für interne, organisatorische und administrative Abfragen dienen: Welcher Artikel ist bereits redigiert? Wieviel Prozent des Datenbestandes sind bereits imprimiert? Welcher Autor hat welche Artikel geschrieben? Müssen Autoren gemahnt werden? Sind alle Rechte geklärt? Etc.

Weiterhin ist der Text durch die Verschlagwortung und Einteilung in Fachgebiete über eine reine Volltextsuche hinaus durchsuchbar und gliederbar und damit bereits für eine intelligente CD-ROM- oder Internetabfrage vorbereitet. Auch ließe sich der Datenbestand z. B. als Grundlage für ein englisch-deutsches Lexikon nutzen, indem die Daten nach dem Tag <engl> sortiert werden.

Fachlexika, z. B. nur mit Artikeln bestimmter Fachgebiete, lassen sich ebenso automatisch aus diesem Datenbestand erzeugen wie die Honorarabrechnung der Autoren. Über eine Kategorisierung der Artikel ließe sich entscheiden, welche Artikel im Internet kostenlos und welche zu welchem Entgelt angeboten werden und vieles mehr.