XML-Know How

Fazit

    • Leider ist InDesign in der Standardversion nur eingeschränkt in einem XML-Workflow, der auf die Bedürfnisse der Verlagsbranche Rücksicht nimmt, einsetzbar. Anpassungen bei den Eingangsdaten, Änderungen im Arbeitsablauf und bei der Weiterverwendung der Daten sind notwendig. Die Erweiterungen in InDesign müssen individuell auf die speziellen Bedürfnisse des Kunden und der beteiligten Dienstleister abgestimmt werden. Bei der Umsetzung muss die Balance zwischen technisch möglichen, praktisch machbaren und notwendigen Features gefunden werden. Die gewählte Lösung sollte immer auch den Anwender im Blick behalten, der neben den neuen Möglichkeiten und Features oftmals auch die Technologie XML erlernen und seine gewohnte Arbeitsweise überdenken muss.
    • Eine erfolgreiche Kombination aus Layoutsatz und XML-Unterstützung ist mit dem oben skizzierten Workflow gelungen. Wenn XML-Daten schon vor dem Satz vorhanden sind, wird mit diesem Szenario eine weitergehende Automatisierung der Produktion erreicht. Nach Abschluss der Satzarbeiten können die gepflegten XML-Daten auf Knopfdruck exportiert und weiterverarbeitet werden. Mediengestalter und Hersteller können jederzeit auf die Datenqualität Einfluss nehmen, so dass im Idealfall mit der Erzeugung der Druckdaten gleichzeitig eine elektronische Weiterverarbeitung stattfinden kann. Alle neuralgischen Punkte wurden im Gesamtkonzept gelöst, was den Mediengestalter deutlich bei seiner Arbeit entlastet. Es können höherwertige Daten generiert werden, die Mitarbeiter können sich somit auf ihre Kernkompetenzen Satz und Typographie konzentrieren.
    • Gleichzeitig bietet die Umstellung die Chance, Prozesse zu standardisieren, Mitarbeiter weiterzubilden und die oft gewünscht Einheitlichkeit bei Druck­daten und -erzeugnissen zu erreichen.
    • Noch sind viele Punkte offen – die Weiterentwicklung des PlugIns wird sich vor allem der Umsetzung von Tabellen und Fußnoten sowie Registern und Querverweisen annehmen müssen. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, was zukünftige InDesign-Versionen an verbesserter XML-Unterstützung zu bieten haben. Doch wirklich abgewartet werden muss nicht länger – der Einsatz von Layoutsoftware in XML-Workflows hat bereits begonnen.