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Professionelle Lösungen für professionelle Ansprüche

Die Design-Prinzipien von TUSTEP zeigen, dass die Zielgruppe vor allem im professionellen Umfeld gesucht wird. Diese Prinzipien lassen sich in vier Schlagworte zusammenfassen:

Modularität als Voraussetzung für Flexibilität: TUSTEP besteht aus voneinander unabhängigen Programm-Modulen. Jedes Modul stellt bestimmte Grundoperationen der Textdaten-Verarbeitung zur Verfügung und kann über Parameter den Bedürfnissen der jeweiligen Aufgabenstellung angepasst werden. Die einzelnen Module können zu Prozeduren zusammengestellt werden, die komplexe Aufgabenstellungen erledigen.

Leistungsumfang für professionellen Einsatz: Die Funktionen von TUSTEP sind auf den Bedarf professioneller Forschungs- und Publikationstätigkeit abgestimmt und gehen deshalb über die von Office-Paketen gebotenen Leistungen weit hinaus. Kombiniert können die TUSTEP-Module alle Arbeitsphasen eines Publikationsprojektes abdecken, von der Erfassung über die Analyse und Verarbeitung bis zur Ausgabe in konventioneller oder elektronischer Form.

Effizienz und Sicherheit: Eigenschaften wie Geschwindigkeit, Effizienz bei der Programmierung, Datensicherheit und die Fähigkeit, mit großen Datenmengen umzugehen, unterstützen den Einsatz im professionellen Umfeld. Komplexe Abläufe lassen sich in wenigen Kommandozeilen definieren und werden auch bei großen Datenmengen sehr schnell ausgeführt. Systemausfälle führen aufgrund eines ausgeklügelten Dateiformats nicht zu Datenverlusten, effiziente Backup-Strategien und -Programme dienen ebenfalls der Datensicherheit.

Portabilität von Programmen und von Daten über verschiedene Computer-Systeme und über lange Zeiträume hinweg: Die ersten Versionen von TUSTEP waren auf Großrechnern in Universitäts-Rechenzentren verfügbar. Mitte der 80er-Jahre sind DOS- und später Windows-Versionen auf PCs hinzugekommen. Heute wird TUSTEP vor allem unter Windows und Linux eingesetzt. Dabei können Daten und Programme ohne Konvertierung auf jeder Version verwendet werden. Dieser Ansatz führt zu einem weitgehenden Verzicht der Nutzung der Möglichkeiten graphischer Oberflächen, so dass TUSTEP vor allem ein Kommando basiertes System ist.

Bei jeder neuen Programmversion wird auf vollständige Abwärtskompatibilität geachtet. So können 20 Jahre alte TUSTEP-Programme, die auf einem Unix-System geschrieben wurden, ohne Weiteres auf einem Windows-7-Rechner ausgeführt werden. Das ermöglicht die Durchführung langfristiger Projekte ohne regelmäßige Softwareumstellung, die ansonsten durch die Generationswechsel bei EDV-Hardware und Betriebssystemen notwendig werden.

Dieses Gesamtkonzept trägt zwei gegensätzlichen Anforderungen Rechnung: einerseits muss der Anwender die Möglichkeit haben, jeden einzelnen Schritt seines Lösungswegs selbst zu definieren. Nur so weiß er wirklich, was sein Programm tut, und nur so kann er die Verantwortung für die Ergebnisse übernehmen. Andererseits müssen die vielfältigen Funktionen der Textdatenverarbeitung ohne Kenntnisse der technischen Details von Hardware, Betriebssystemen oder Programmiersprachen nutzbar sein.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Prinzipien beim Design von TUSTEP sind die mit diesem Programm erstellten Lösungen gleichermaßen überschaubar wie beherrschbar.

Die Summe dieser Eigenschaften macht TUSTEP zu einer Skripting-Umgebung mit sehr leistungsfähigen Grundfunktionen für den systematisch-analytischen Umgang mit Textdaten.

Die gleichen Eigenschaften weist TUSTEP als Satzsystem auf. Das Satz-Modul an sich wird bereits höchsten Ansprüchen an den Werksatz gerecht. Doch erst die im TUSTEP-Satz konsequent durchgehaltene Möglichkeit des round tripping, bei dem neben dem in den Quelldaten enthaltenen tags auch Umbruch-Informationen wie Silbentrennung, Seitenwechsel, Zeilennummern für einen weiteren Durchlauf durch das Satzprogramm berücksichtigt werden können, macht in Verbindung mit den anderen Modulen die eigentliche Stärke des Satzsystems TUSTEP aus. Dadurch, dass in jeden Zwischenstand des Satzvorgangs durch automatisierte Skripte eingegriffen werden kann, ist TUSTEP als Satzsystem fast beliebig erweiterbar. Durch die Kombination von Satz-Modul und Skripten lassen sich auch komplexeste Lösungen realisieren.